Für optimale Mobilität werden und müssen auch in Zukunft viele verschiedene Möglichkeiten parallel existieren, die sich gegenseitig unterstützen, aber auch durch ständige Konkurrenz zu neuen, besseren Lösungen führen.

Gerade internationale Großstädte wie Berlin müssen eine Vorreiterrolle einnehmen, wenn es darum geht, mit öffentlichen und privaten Anbietern den vielfältigen Bewohnern und ihren individuellen Mobilitätsbedürfnissen gerecht zu werden.
Elektrische Motorroller sind hierbei bereits ein wichtiger Bestandteil der Berliner Mobilitätslandschaft. Mit zwei Sharing-Anbietern, sowie einem hier angesiedelten Start-Up prägen E-Roller das Berliner Stadtbild und bringen Menschen auch dann von A nach B, wenn der ÖPNV an seine Grenzen kommt.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Motorrollern mit Verbrennungsmotor bewegen sich moderne Elektroroller nicht ständig unüberhörbar am Limit ihrer Leistungsfähigkeit, sondern sind meist elektronisch gedrosselt, um die Höchstgeschwindigkeit einzuhalten.
Dadurch sind sie oft langsamer als der fließende Verkehr und stellen somit ein Hindernis dar, wodurch das eigene Fahrgefühl, sowie die Wahrnehmung anderer Verkehrsteilnehmer in der Umgebung negativ beeinflusst und zu riskantem Überholen durch andere führen kann.
Um E-Roller in Zukunft noch attraktiver werden, fordern wir eine Anhebung der Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h auf 60 km/h.

Dass dies kein grundsätzliches Sicherheitsrisiko darstellt, zeigt sich daran, dass für bestimmte Motorroller aus der ehemaligen DDR weiterhin eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h gilt, ohne dass diese auffällig oft in Unfälle verwickelt wären. Folglich muss die Attraktivität auch dadurch gesteigert werden, dass eine entsprechende Ladeinfrastruktur im urbanen Raum, speziell an hochfrequentierten Räumen wie OSZ und Universitäten geschaffen wird. Zudem wollen wir die schlechte Anbindung vieler Pendelnden kompensieren und an hochfrequentierten Bahnhöfen in Randbezirken entsprechende Infrastruktur zu schaffen.

Nicht zuletzt ist es während der gegenwärtigen Corona-Pandemie, aber auch während zukünftiger Grippewellen zu begrüßen, dass der ÖPNV als Ansteckungsquelle entlastet wird.